Episode 002

Titel: Verlorene Erinnerungen
Autor: Maron Mizuki, Luchia & Luna

Erstellt am: 08.09.2015


Dieser zierliche Körper, die wunderschönen Augen, die langen Haare und dieses regenbogenfarbene schimmern im Spiel der Schatten. Das glänzende Licht, welches sich nicht in Worte fassen lässt. Was ist das es funkelt so hell. warte doch... neiiinnn wo willst du hin? Wer bist du?? dieses Lächeln. wer bist du?? verdammt es war wieder nur ein Traum. er lag mit dem Arm über die Stirn geschlagen da im Bett starrte an die Decke total durch geschwitzt und verträumt. Jede Nacht... jede Nacht seh ich sie und dieses funkelnde regenbogenfarbene Licht im Spiel der Schatten doch wer ist sie? Warum versucht mein Herz sie zu finden wenn es doch nur ein Traum ist. Wer ist dieses wunderschöne Mädchen mit der anmutigen Gestalt. sie kommt mir so bekannt vor und wirkt so vertraut. Jede Nacht seh ich sie doch wenn ich zu ihr hinrennen will um sie zu berühren verschwindet sie und alles zerspringt wie in tausend Scherben und dann wache ich auf...liege hier allein. was ist das nur? Es fühlt sich so an als wäre sie so unglaublich wichtig für mich. Habe ich sie schon einmal gesehen? Wieso fühlt es sich so vertraut an und warum erinnere ich mich nicht wenn sie so vertraut wirkt. Kichiro stand auf machte sich fertig und fuhr zur Schule. immer wenn ein Mädchen an ihm vorbei ging hielt er Ausschau doch eben so jemand wie in seinem Traum begegnete ihm einfach nie. Diese unglaublich langen Haare und dann dieses glänzende regenbogenfarbene Licht was war es was dort diesen mächtigen Schatten hinter sich warf und dennoch zugleich dieses Farbenspiel im Licht erzeugte? Wieso sah er sie jede Nacht immer wieder erneut? Und warum kann er ihr Gesicht nicht komplett sehen sondern nur Details?
Maron Mizuki sah ihn wie jeden Morgen anfahren, aussteigen und nach den Mädchen schauen. Verstehen konnte sie es nicht. Mit dem Kopf gesenkt und seufzend lief sie auf das Schultor zu, dort warteten ihre Freunde Yoshua und Kazuki auf sie. Auch Kichiro kam dazu, das machte es nicht gerade einfacher für sie. Sie lächelte, sagte fröhlich guten Morgen, doch innerlich zerbrach sie. Im Klassenraum grüßte sie Luna, setzte sich dann aber schweigend und nachdenklich auf ihren Platz. Yurieka war nicht da. Wieder nicht. Sie fehlt immer häufiger dachte sie und die ersten Unterrichtsstunden vergingen. Die Pause verbrachte sie wieder mit ihren Freunden, sie hatte es solange versucht, aber Kichiro erinnerte sich einfach nicht an sie.
Obwohl er jede Nacht von einem wunderschönen Mädchen träumte, erkannte er sie nicht. Er wollte nichts sehnlicher als sie zu treffen, das anmutige Mädchen, mit den langen Haaren, im glänzenden, regenbogenfarbenen Licht. Er wusste es war wichtig sie zu finden, er fühlte es. Er war so gefesselt an diese Erscheinung seines Traumes, dass er schweigend und abwesend auf der Suche nach ihr, über seine drei Freunde hinweg sah, ohne dabei zu bemerken, dass sie die ganze Zeit bei ihm war. Seine Träume und Erinnerungen zeigten ihm nicht Maron Mizuki in ihrem Menschlichen zustand, nein, sie zeigten sie als Engel leuchtend und strotzen vor Kraft im entscheidenden Kampf gegen die Dämonen vor einem Jahr, als sie voller Energie war und die Mädchen aus der Hypnose befreite, um das Böse zu bezwingen. Genau so sah er sie in seinen Träumen, er wurde beim Kampf schwer verletzt und ohnmächtig. Aber seine Träume zeigten ihm das Licht des Mädchens dass er von ganzem Herzen liebte, nur leider führte sein Verstand ihn in eine andere Richtung und sein Herz hatte er voller Gedanken an sie verschlossen.
Maron Mizuki seufzte "Entschuldigt mich, ich muss mal eben auf die Toilette." Sie wendete sich von der Gruppe ab, betrat die Mädchentoilette, sank in die Knie zusammen und weinte. Immer wieder weinte sie, kam sich so hilflos vor und Mariko war auch nicht mehr da. Selbst ihre Fee Hoshi begleitete sie immer seltener. Und so verbrachte sie den Rest der Pause weinend auf der Mädchentoilette.
Wie gewohnt ertönte der Gong zum Pausenende nur dieses mal erklang statt einem Ton drei Gong Schläge. Maron Mizuki war so in Gedanken versunken, dass sie nicht bemerkte wie sich die Schule langsam leerte. Es klingelte nämlich nicht zum Beginn der nächsten Stunde, sondern es war ein Feuer in der Schule ausgebrochen und alle Schüler machten sich sofort auf den Weg die Schule zu räumen, so wie sie es bei jedem vorherigen Probelauf schon geübt hatten. Nach einiger Zeit wurde das Mädchen aus ihren Gedanken gerissen und sie machte sich auf den Weg zurück zu ihrem Klassensaal welchen sie leer vorfand. "Komisch" dachte sie verwundert. Und erst jetzt fiel ihr auf, dass es sehr ruhig war in der Schule. Panik machte sich in ihr breit, sie schaute sich in den anderen Klassensälen um aber nirgends war nur eine Menschenseele. Und dann war es auch schon zu spät, der Rauch machte sich in den Gängen breit und Maron Mizuki bekam schlecht Luft. In der zwischen Zeit standen alle Schüler der Schule im Hof versammelt und warteten auf die Feuerwehr die auch bald darauf eintraf. "So ein Mist, wo ist Maron Mizuki" schrie Luna. "Vorhin ist sie von der Toilette nicht wieder gekommen." Sie sah sich erschrocken um. Kichiro stand neben ihr und hörte was passiert ist und ebenfalls geschockt rannte er instinktiv in das Schulgebäude um das Mädchen zu suchen. Er konnte kaum was sehen, der Rauch vernebelte ihm die Sicht. Er nahm seinen Pullover und hielt ihn sich vor die Nase um sich vor einer möglichen Rauchvergiftung zu schützen. Als er die Suche schon fast aufgeben wollte sah er ein Mädchen an der Wand entlang taumeln. "Komm ich helfe dir" sagte Kichiro beruhigend und stützte das Mädchen. Endlich draußen an der frischen Luft holten die Beiden tief Luft. Inzwischen ist auch die Feuerwehr eingetroffen um das Feuer zu löschen. Maron Mizuki hatte zuvor nicht gemerkt wer ihr das Leben gerettet hatte. "Das ist ja gerade nochmal gut gegangen" meldet sich Kichiro zu Wort. Erschrocken weil sie die Stimme sofort wieder erkannte, drehte sich das Mädchen um und die beiden schauen sich eine kurze Zeit tief in die Augen. Maron Mizuki kann es nicht länger ertragen ihrem Kichiro so nahe und doch so fern zu sein, ohne zu überlegen rennt sie an ihm vorbei und weg, soweit sie ihre Beine tragen können ohne nachzudenken wohin. Kichiro bleibt völlig verwirrt zurück, was nur hatte er dem Mädchen getan. Und warum hatte er sich Hals über Kopf in das Schulgebäude gestürzt. Irgendwie war in diesem Moment alles so vertraut aber wieso? Fragen über Fragen die er wohl so schnell nicht beantworten kann die ihm aber großes Kopfzerbrechen bereiten!

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